Es gibt Dinge, über die kann ich mich aufregen, obwohl ich selbst gar nicht davon betroffen bin oder die ich sowieso nicht ändern kann. Eine Fußball-WM in der Wüste, das nachmittägliche Fernsehprogramm, die BILD (und die Frage, warum sie in der Tagesschau zitiert wird). Und Kommentare im Netz.
Im Schutze der Anonymität wird geistiger Sondermüll verbreitet, der sprachlos macht. Was an Beleidigungen und Anmaßungen durch Netz fließen, ist kaum zu ertragen.
Es ist völlig normal, unter den schwachsinnigsten Fantasienamen noch schwachsinnigere Meinungen zu verbreiten. Warum keine Pflicht zu sogenannten Klarnamen? Warum bietet das Netz problemlos für diese intellektuell Benachteiligten die Möglichkeit einer feigen, anonymen Identität?
Natürlich gibt es Umstände, in denen das Posten unter einem Decknamen durchaus sinnvoll ist. In Saudi Arabien oder China beispielsweise.
Die Kommentare unter Meldungen des Postillon lassen mich an der Menschheit zweifeln. Da weiß ich echt nicht ob ich lachen oder weinen soll.
Manchmal habe ich das Gefühl, in unserem Land wächst die Zahl derer, die nach dem Kindergarten keine Empfehlung für die Grundschule erhalten haben.
Aber was soll's. Betrifft mich wie gesagt nicht und ich brauch den Mist ja nicht zu lesen.
Andererseits gibt es durchaus Dinge über die ich mich aufrege, weil sie mich betreffen.
Es ist weiß Gott nicht so, dass ich mit Kommentaren auf meine Posts zugeschüttet werde. Viele Rückmeldungen erhalte ich persönlich, face to face sozusagen oder über Facebook. Jedenfalls freue ich mich sehr darüber, wenn ich höre oder lese, dass anderen gefällt, was ich schreibe.
Weniger erfreut, um nicht zu sagen relativ stinkig bin ich über anonyme Kommentare. Kommentare landen prinzipiell in meinem Spamordner, und ich entscheide darüber, ob ich ihn veröffentliche oder nicht. Natürlich werden anonyme Kommentare nicht veröffentlicht sondern gleich gelöscht.
Es erschließt sich mir überhaupt nicht, warum man mir über meinen Blog und einen Post nicht offen seine Meinung sagen kann. Warum darf ich den Absender nicht kennen? Traut er (oder sie) seiner (ihrer) eigenen Meinung nicht? Dann sollte er (oder sie) sie besser für sich behalten.
Donnerstag, 23. Juli 2015
Dienstag, 21. Juli 2015
Von Champions, Spiegel und Hassan
Man unterscheidet beim Schreiben von Whatsapp-Nachrichten und SMSsen (schreibt man heutzutage überhaupt noch SMSsen und heißt das so?) zwischen drei Typen: Die Daumenschreiber, die mit ihren zwei Daumen über die Tasten fliegen, dass es eine wahre Pracht ist. Die Ein-Zeigefingerschreiber, die etwas länger brauchen und meist meiner Generation angehören. Oder Bernie, der längere Nachrichten schreiben lässt.
Nun gehöre ich einer Generation an, die noch ungeübte Diktate schreiben musste, wo die Rechtschreibung natürlich in die Note eines Deutschaufsatzes einfloss und das Rechtschreibprogramm im Bücherregal stand.
Ich weiß, wann ich "dass" oder "das" nach einem Komma schreiben muss und kenne den Unterschied zwischen "seid" und "seit". Oldschool halt und, wie ich feststelle, ein Wissen, das nach und nach verloren zu gehen scheint.
Ich finde es trotzdem wahnsinnig nett von meinem Handy, mich mit seinem Korrekturprogramm zu unterstützen. Andererseits treibt mich diese Unterstützung ab und zu in den Wahnsinn.
Ich bin ja jetzt nicht viel whatsappend unterwegs. Wenn ich also schon mal eine Nachricht verschicke, möchte ich tunlichst vermeiden den Eindruck zu erwecken, ich wäre Legastheniker oder einfach nur zu blöd, eine einfache Nachricht fehlerfrei zu senden. So viel Ehrgeiz muss sein.
Zugegebenermaßen sind viele Fehler meiner Tipperei geschuldet. Die Buchstaben sind aber auch verdammt klein auf so einem Handydisplay. Dann heißt es halt Bus Donnerstag anstatt bis. Wobei der Bus nicht wirklich meine Idee war. Komisch ist allerdings, dass mein scjaien als Wort erkannt wurde.
Liebes Handy, wenn ich Champignongs schreibe meine ich nicht Champions und gib es zu, Mutig hat's Handy dabei ergibt keinen Sinn. Mutti hingegen schon. Genauso sinnfrei ist die Nachricht, dass er das mit Jeans verbinden möchte. Was an Spiegel gesund sein soll, weiß ich nicht. Ich bin aber sicher, dass ich Spargel geschrieben habe.
Den Vogel abgeschossen haben die Neujahrswünsche an meine Freundin Ursel nach Müllheim: "Ich wünsche Dir Hassan wenig Stress im nächsten Jahr ..." Ich habe wirklich keine Ahnung, wo der Hassan plötzlich her kam. Ich kenne keinen Hassan (vielleicht Matzes Friseur?) und auch Ursel aus Müllheim ist ein Hassan gänzlich unbekannt.
Es gibt also noch allerhand an Beziehungsarbeit zu leisten zwischen mir und meinem Handy. Irgendwann wird es verstehen, dass es seine Autokorrektur ruhig etwas sparsamer einsetzen kann. Und ich versuche es vielleicht auch mal mit dem Daumensystem.
Nun gehöre ich einer Generation an, die noch ungeübte Diktate schreiben musste, wo die Rechtschreibung natürlich in die Note eines Deutschaufsatzes einfloss und das Rechtschreibprogramm im Bücherregal stand.
Ich weiß, wann ich "dass" oder "das" nach einem Komma schreiben muss und kenne den Unterschied zwischen "seid" und "seit". Oldschool halt und, wie ich feststelle, ein Wissen, das nach und nach verloren zu gehen scheint.
Ich finde es trotzdem wahnsinnig nett von meinem Handy, mich mit seinem Korrekturprogramm zu unterstützen. Andererseits treibt mich diese Unterstützung ab und zu in den Wahnsinn.
Ich bin ja jetzt nicht viel whatsappend unterwegs. Wenn ich also schon mal eine Nachricht verschicke, möchte ich tunlichst vermeiden den Eindruck zu erwecken, ich wäre Legastheniker oder einfach nur zu blöd, eine einfache Nachricht fehlerfrei zu senden. So viel Ehrgeiz muss sein.
Zugegebenermaßen sind viele Fehler meiner Tipperei geschuldet. Die Buchstaben sind aber auch verdammt klein auf so einem Handydisplay. Dann heißt es halt Bus Donnerstag anstatt bis. Wobei der Bus nicht wirklich meine Idee war. Komisch ist allerdings, dass mein scjaien als Wort erkannt wurde.
Liebes Handy, wenn ich Champignongs schreibe meine ich nicht Champions und gib es zu, Mutig hat's Handy dabei ergibt keinen Sinn. Mutti hingegen schon. Genauso sinnfrei ist die Nachricht, dass er das mit Jeans verbinden möchte. Was an Spiegel gesund sein soll, weiß ich nicht. Ich bin aber sicher, dass ich Spargel geschrieben habe.
Den Vogel abgeschossen haben die Neujahrswünsche an meine Freundin Ursel nach Müllheim: "Ich wünsche Dir Hassan wenig Stress im nächsten Jahr ..." Ich habe wirklich keine Ahnung, wo der Hassan plötzlich her kam. Ich kenne keinen Hassan (vielleicht Matzes Friseur?) und auch Ursel aus Müllheim ist ein Hassan gänzlich unbekannt.
Es gibt also noch allerhand an Beziehungsarbeit zu leisten zwischen mir und meinem Handy. Irgendwann wird es verstehen, dass es seine Autokorrektur ruhig etwas sparsamer einsetzen kann. Und ich versuche es vielleicht auch mal mit dem Daumensystem.
Dienstag, 14. Juli 2015
Nepomuk 2015
Eigentlich hatte ich schon vor einem Jahr über unser Nepomukfest geschrieben, und nichts ist langweiliger, als sich ständig zu wiederholen. Andererseits schreibt jedes Fest seine eigenen Geschichten, da macht die 47. Ausgabe keine Ausnahme.
A propos 47 Jahre Nepomukfest. Der große Uli kann die lückenlose Teilnahme während der letzten 47 Jahre nachweisen und stellte die Frage, ob er sich dies auf die Rente anrechnen lassen kann. Die kleine Uli nahm sich der Sache an und gab die Frage an den Amtsverweser weiter. Der versprach, sich darum zu kümmern.
Am Samstag und Sonntag waren Milestonetage. Auftritte - egal von welcher Band - verlaufen ja immer nach dem selben Muster: Bei Spielbeginn bevölkern hauptsächlich Kinder die Bühne, die tanzbegeisterten Erwachsenen trauen sich erst später. Dafür fordern sie auch nach Ende der regulären Spielzeit vehement nach Zugaben, was am Samstag die wichtigen Männer der Security auf den Plan rief.
Dankbar bin ich "meinen" Milestone auf jeden Fall für einen helene-fischer-andrea-berg-freien Abend.
"We are family" hieß es dann am Sonntag beim Handharmonikaverein, was den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen hat. Tatsächlich versammeln sich selbstverständlich die Familienangehörigen der Bandmitglieder in trauter Gemeinsamkeit. Elke, Gaby und ich fühlen uns natürlich ebenso dazugehörig. Als Musikanten-Tanten sozusagen. Zuzüglich Onkel Andi.
A propos Onkel Andi. Der stellte an diesem Abend fest, dass ich eigentlich ganz nett sei. Das lasse ich jetzt mal so stehen. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass wir uns schon etliche Jahre kennen und es freut mich natürlich, wenn jemandem nach vielen Jahren auffällt, dass ich ein netter Mensch bin. Besser später als nie. Und natürlich hat er recht.
Witzig fand ich auch die Besetzung des Schupfnudelstandes beim FC Neuenburg mit zwei Hobbits. Elli Gamdschi und Mäc Beutlin lugten nur mit Mühe über den Tresen und so mancher Besucher dachte sicher enttäuscht, dass es am Sonntag wohl keine Schupfnudeln gebe.
A propos 47 Jahre Nepomukfest. Der große Uli kann die lückenlose Teilnahme während der letzten 47 Jahre nachweisen und stellte die Frage, ob er sich dies auf die Rente anrechnen lassen kann. Die kleine Uli nahm sich der Sache an und gab die Frage an den Amtsverweser weiter. Der versprach, sich darum zu kümmern.
Am Samstag und Sonntag waren Milestonetage. Auftritte - egal von welcher Band - verlaufen ja immer nach dem selben Muster: Bei Spielbeginn bevölkern hauptsächlich Kinder die Bühne, die tanzbegeisterten Erwachsenen trauen sich erst später. Dafür fordern sie auch nach Ende der regulären Spielzeit vehement nach Zugaben, was am Samstag die wichtigen Männer der Security auf den Plan rief.
Dankbar bin ich "meinen" Milestone auf jeden Fall für einen helene-fischer-andrea-berg-freien Abend.
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| ♫ 36 Grad und es wird noch heißer |
"We are family" hieß es dann am Sonntag beim Handharmonikaverein, was den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen hat. Tatsächlich versammeln sich selbstverständlich die Familienangehörigen der Bandmitglieder in trauter Gemeinsamkeit. Elke, Gaby und ich fühlen uns natürlich ebenso dazugehörig. Als Musikanten-Tanten sozusagen. Zuzüglich Onkel Andi.
A propos Onkel Andi. Der stellte an diesem Abend fest, dass ich eigentlich ganz nett sei. Das lasse ich jetzt mal so stehen. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass wir uns schon etliche Jahre kennen und es freut mich natürlich, wenn jemandem nach vielen Jahren auffällt, dass ich ein netter Mensch bin. Besser später als nie. Und natürlich hat er recht.
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| hier möchte ich anmerken, dass die beiden mich gerade auslachen |
Weniger witzig fand ich hingegen, dass man seitens eines Neuenburger Vereins seine "Laube" (wobei es sich nicht wirklich um eine solche handelte) quasi untervermietete. Natürlich kann man mir hier Engstirnigkeit vorwerfen und im Prinzip kann es ja wurscht sein, wer eine Bude betreibt. Allerdings ist es für mich nicht egal, wer hinter dem Tresen steht. Ich finde es schön, wenn Philipp extra für mich einen Flammkuchen macht und Familie Grumber Gyros mit Pommes. Ich hätte schon gerne, dass mein Geld in den Neuenburger Vereinen bleibt. Es mag pathetisch klingen, aber in meinen Augen verkauft man ein Stück weit die Seele dieses Festes.
Es steht außer Frage, dass es problematisch ist, die Dienstpläne während der Festtage zu besetzen. Aber die Arbeit einfach outsourcen? Echt jetzt?
Nun hat uns also der Alltag wieder. Wir retten Griechenland und sehen hilflos zu, wie der IS die Welt in Flammen setzt.
Nepomukfest - eine kleine Flucht aus dem Alltag, die ich hoffentlich auch in der 48. Auflage genießen kann.
Dienstag, 7. Juli 2015
Test - Test - Test - Test
Man sieht sie förmlich vor sich, die Fasnachtsschaffenden in und um Neuenburg, die innerlich frohlocken und schon mal die Bleistifte spitzen ob der Provinzposse um die Bürgermeisterwahl in Neuenburg.
Vor Schließung der Wahllokale wurde auf der Internetseite der Stadt Neuenburg zu Testzwecken ein fiktives Wahlergebnis veröffentlicht. Dass es sich um einen Test handelte, konnten selbst Legastheniker deutlich erkennen, gleichwohl spricht die unterlegene Gegenkandidatin von gesetzeswidriger Beeinflussung. Die zuständige Behörde wies ihren Einspruch gegen das Wahlergebnis ab, worauf die Dame nun Klage gegen diesen Bescheid erhebt.
Schon als sie Einspruch erhob, war mein erster Gedanke: Mädel lass es. Sonne dich im Glanze deines Achtungserfolges von 37,25% und bleibe den Menschen hier in Erinnerung als jemand, der mutig war, sich zur Wahl stellte und dem Amtsinhaber die Stirn bot.
Nun wundere ich mich schon lange nicht mehr über Menschen die tun, was sie glauben tun zu müssen. Die Gründe der Klage gegen den Bescheid kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen.
So fragt sie, warum man den Testlauf nicht schon zwei Tage vorher durchführte. Das wäre dann keine Beeinflussung gewesen? Zwei Tage vorher wohl mehr als kurz vor Ende der Wahl.
Der bedauernswerte Mitarbeiter wird sich sowieso fragen, warum er überhaupt einen Testlauf online stellte und warum er an diesem Sonntag nicht einfach im Bett geblieben ist.
Desweiteren bezweifelt sie, dass der (ich möchte nochmal sagen: deutlich als solcher gekennzeichnete) Testlauf nur eine halbe Stunde zu sehen war. So geht sie davon aus, dass es mehr als 28 Bürger waren, die auf die Internetseite der Stadt Neuenburg zugriffen und die gesetzeswidrige Beeinflussung sich auch über Facebook und Whatsapp Bahn brach. Geht sie tatsächlich davon aus, dass es wesentlich mehr wahlberechtigte Bürger waren, die dann auch noch in ihrem Sinne negativ beeinflusst wurden? Absurd.
Ihre Frage, wer denn die aufgeschlossenen Durchschnittsbürger seien, von denen im Bescheid die Rede war, kann ich ihr beantworten: Das sind wir! Vom fernen Wiesbaden aus mögen wir vielleicht als oberrheinische Dumpfbacken wahrgenommen werden, die einen Testlauf nicht von einem amtlichen Endergebnis unterscheiden können. Es gibt zugegebenermaßen in Umlandgemeinden Bürgermeister, die durch mehr oder weniger merkwürdiges Verhalten aufgefallen sind und sich zum Beispiel nebenher als Hüter der Einhaltung der Straßenverkehrsordnung verdingen oder die im Laufe ihrer Amtszeit mehr Vögel abschoss als der Himmel herzugeben bereit war. Einem wirklich sehr bedauernswerten Mitarbeiter der Stadt oder gar dem amtierenden Amtsinhaber gesetzeswidriges Verhalten zu unterstellen ist ganz schön dreist und beleidigt dann doch meine Intelligenz. Glaubt die Dame ernsthaft, dass wir uns so einen jahrelang ans Bein gebunden hätten?
Wie dem auch sei: Gut beraten wurde die Frau aus meiner Sicht nicht. Manchmal ist es besser, man schluckt eine vermeintliche Kröte und lässt eine Sache einfach auf sich beruhen. Ob dies ungerecht ist oder nicht, muss nicht immer ein Gericht klären. Auch was sie mit einer Klage erreichen will, erschließt sich mir nicht wirklich. Recht haben? Mir sind Prinzipienreiter und notorische Rechthaber sehr suspekt. Neuwahlen? Sicher nicht mit ihr als Kandidatin.
Bis zum Urteil des Verwaltungsgerichts darf Herr Schuster uns Bürger also nicht mehr meistern sondern nur noch verwesen. Ich schlage bei Neuwahlen vor, dass uns die UNO Wahlbeobachter vorbeischickt. Die Herren Basler und Detterbeck stellen sich hierfür sicher gerne zur Verfügung.
In diesem Sinne: In Gotts Name - suff d'r Wii
Vor Schließung der Wahllokale wurde auf der Internetseite der Stadt Neuenburg zu Testzwecken ein fiktives Wahlergebnis veröffentlicht. Dass es sich um einen Test handelte, konnten selbst Legastheniker deutlich erkennen, gleichwohl spricht die unterlegene Gegenkandidatin von gesetzeswidriger Beeinflussung. Die zuständige Behörde wies ihren Einspruch gegen das Wahlergebnis ab, worauf die Dame nun Klage gegen diesen Bescheid erhebt.
Schon als sie Einspruch erhob, war mein erster Gedanke: Mädel lass es. Sonne dich im Glanze deines Achtungserfolges von 37,25% und bleibe den Menschen hier in Erinnerung als jemand, der mutig war, sich zur Wahl stellte und dem Amtsinhaber die Stirn bot.
Nun wundere ich mich schon lange nicht mehr über Menschen die tun, was sie glauben tun zu müssen. Die Gründe der Klage gegen den Bescheid kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen.
So fragt sie, warum man den Testlauf nicht schon zwei Tage vorher durchführte. Das wäre dann keine Beeinflussung gewesen? Zwei Tage vorher wohl mehr als kurz vor Ende der Wahl.
Der bedauernswerte Mitarbeiter wird sich sowieso fragen, warum er überhaupt einen Testlauf online stellte und warum er an diesem Sonntag nicht einfach im Bett geblieben ist.
Desweiteren bezweifelt sie, dass der (ich möchte nochmal sagen: deutlich als solcher gekennzeichnete) Testlauf nur eine halbe Stunde zu sehen war. So geht sie davon aus, dass es mehr als 28 Bürger waren, die auf die Internetseite der Stadt Neuenburg zugriffen und die gesetzeswidrige Beeinflussung sich auch über Facebook und Whatsapp Bahn brach. Geht sie tatsächlich davon aus, dass es wesentlich mehr wahlberechtigte Bürger waren, die dann auch noch in ihrem Sinne negativ beeinflusst wurden? Absurd.
Ihre Frage, wer denn die aufgeschlossenen Durchschnittsbürger seien, von denen im Bescheid die Rede war, kann ich ihr beantworten: Das sind wir! Vom fernen Wiesbaden aus mögen wir vielleicht als oberrheinische Dumpfbacken wahrgenommen werden, die einen Testlauf nicht von einem amtlichen Endergebnis unterscheiden können. Es gibt zugegebenermaßen in Umlandgemeinden Bürgermeister, die durch mehr oder weniger merkwürdiges Verhalten aufgefallen sind und sich zum Beispiel nebenher als Hüter der Einhaltung der Straßenverkehrsordnung verdingen oder die im Laufe ihrer Amtszeit mehr Vögel abschoss als der Himmel herzugeben bereit war. Einem wirklich sehr bedauernswerten Mitarbeiter der Stadt oder gar dem amtierenden Amtsinhaber gesetzeswidriges Verhalten zu unterstellen ist ganz schön dreist und beleidigt dann doch meine Intelligenz. Glaubt die Dame ernsthaft, dass wir uns so einen jahrelang ans Bein gebunden hätten?
Wie dem auch sei: Gut beraten wurde die Frau aus meiner Sicht nicht. Manchmal ist es besser, man schluckt eine vermeintliche Kröte und lässt eine Sache einfach auf sich beruhen. Ob dies ungerecht ist oder nicht, muss nicht immer ein Gericht klären. Auch was sie mit einer Klage erreichen will, erschließt sich mir nicht wirklich. Recht haben? Mir sind Prinzipienreiter und notorische Rechthaber sehr suspekt. Neuwahlen? Sicher nicht mit ihr als Kandidatin.
Bis zum Urteil des Verwaltungsgerichts darf Herr Schuster uns Bürger also nicht mehr meistern sondern nur noch verwesen. Ich schlage bei Neuwahlen vor, dass uns die UNO Wahlbeobachter vorbeischickt. Die Herren Basler und Detterbeck stellen sich hierfür sicher gerne zur Verfügung.
In diesem Sinne: In Gotts Name - suff d'r Wii
Mittwoch, 24. Juni 2015
Mittagsschlaf interruptus
Seit ich mit 14 Jahren vier Wochen zur Kur war, bin ich ein glühender Anhänger des gepflegten Mittagsschlafs.
Auch für unsere Eltern war ihre Siesta am Samstag- und Sonntagnachmittag heilig, was für uns Kinder natürlich bocklangweilig war, aber hey, wir haben es unbeschadet überlebt.
Manchmal lege ich mich nachmittags im Wohnzimmer aufs Ohr. Ein zehnminütiges, knackiges Schläfchen und die Welt ist wieder in Ordnung.
Soweit die Theorie.
In der Praxis sieht es in acht von zehn Fällen folgendermaßen aus:
Nachdem ich mein müdes Haupt gebettet habe, kommen schon die ersten Schmeißfliegen, um zu sehen, ob die Liegende schon im Zustand der Verwesung ist. Dass dem mitnichten so ist, stört besagte Schmeißer nicht im geringsten, so dass sie mich mit ihrem Gesumme in den Wahnsinn treiben. Ich mache dem ein Ende, in dem ich die Fliegen samt ihrer Nachkommen an die Fensterscheibe klatsche.
Zeitgleich mit meinem Darniedersinken macht sich unsere Hündin Mona auf den Weg, um an meinem Kopfende ebenfalls einen neuen Schlafplatz einzunehmen. Möglicherweise will sie ihr Frauchen während des Schlafes beschützen. Allerdings liegt sie strategisch eher ungünstig in einer Nische hinter mir. Im Falle eines Angriffes findet sie es wohl geschickter, dass sie erst mal mich vorschickt. Erschwerend kommt hinzu, dass sie mir durch grunzen, brummen und schmatzen hörbar zu verstehen gibt, dass sie in meiner Nähe ist. Natürlich weise ich sie streng darauf hin, dass sie ihre Klappe halten soll, kurz darauf ist Ruhe.
Allerdings nicht lange, denn nun steht Emmely vor der Türe und begehrt mit ihrer Piepsstimme Einlass. Wir haben keine Katzenklappe, weil ich erstens keine Loch in der Türe haben möchte und zweitens reicht es mir, wenn sie mir ihre Beute in den Flur schmeißt, die brauche ich nicht in der Wohnung. Natürlich möchte sie auf der Stelle ihr Fressen haben, das allerdings nicht gut zu erreichen auf dem Boden steht, sondern erhöht. Erhöht deshalb, weil sich unsere Tiere wie Junkies auf das Futter des anderen stürzen.
Nach dem Fressen möchte Frau Katze natürlich wieder raus und ich starte einen letzten Versuch, mich hinzulegen (nicht, ohne vorher das Katzenfutter in Sicherheit zu bringen). Mona weiß noch vor mir, dass dies ein hoffnungsloses Unterfangen ist und verlässt ihren Platz hinter mir, um sich auf ihren angestammten Platz zu begeben.
Kurze Zeit später kreischen im Garten Spatzen Zeter und Mordio. Ich gehe davon aus, dass Emmely auf der Pirsch ist und sehe mich genötigt, nach dem Rechten zu sehen. Von Emmely ist allerdings weit und breit keine Spur. Ich gebe meine Pläne nun endgültig auf und trinke stattdessen ein Tässchen Kaffee.
Emmely kommt wieder, begibt sich mit einem eleganten Sprung auf's Sofa, putzt sich sorgfältig und hält ihren einstündigen Mittagsschlaf.
Kurz spiele ich mit dem Gedanken, sie einfach unsanft zu wecken, verwerfe aber meinen Plan. Ihre Rache könnte unangenehm werden.
Auch für unsere Eltern war ihre Siesta am Samstag- und Sonntagnachmittag heilig, was für uns Kinder natürlich bocklangweilig war, aber hey, wir haben es unbeschadet überlebt.
Manchmal lege ich mich nachmittags im Wohnzimmer aufs Ohr. Ein zehnminütiges, knackiges Schläfchen und die Welt ist wieder in Ordnung.
Soweit die Theorie.
In der Praxis sieht es in acht von zehn Fällen folgendermaßen aus:
Nachdem ich mein müdes Haupt gebettet habe, kommen schon die ersten Schmeißfliegen, um zu sehen, ob die Liegende schon im Zustand der Verwesung ist. Dass dem mitnichten so ist, stört besagte Schmeißer nicht im geringsten, so dass sie mich mit ihrem Gesumme in den Wahnsinn treiben. Ich mache dem ein Ende, in dem ich die Fliegen samt ihrer Nachkommen an die Fensterscheibe klatsche.
Zeitgleich mit meinem Darniedersinken macht sich unsere Hündin Mona auf den Weg, um an meinem Kopfende ebenfalls einen neuen Schlafplatz einzunehmen. Möglicherweise will sie ihr Frauchen während des Schlafes beschützen. Allerdings liegt sie strategisch eher ungünstig in einer Nische hinter mir. Im Falle eines Angriffes findet sie es wohl geschickter, dass sie erst mal mich vorschickt. Erschwerend kommt hinzu, dass sie mir durch grunzen, brummen und schmatzen hörbar zu verstehen gibt, dass sie in meiner Nähe ist. Natürlich weise ich sie streng darauf hin, dass sie ihre Klappe halten soll, kurz darauf ist Ruhe.
Allerdings nicht lange, denn nun steht Emmely vor der Türe und begehrt mit ihrer Piepsstimme Einlass. Wir haben keine Katzenklappe, weil ich erstens keine Loch in der Türe haben möchte und zweitens reicht es mir, wenn sie mir ihre Beute in den Flur schmeißt, die brauche ich nicht in der Wohnung. Natürlich möchte sie auf der Stelle ihr Fressen haben, das allerdings nicht gut zu erreichen auf dem Boden steht, sondern erhöht. Erhöht deshalb, weil sich unsere Tiere wie Junkies auf das Futter des anderen stürzen.
Nach dem Fressen möchte Frau Katze natürlich wieder raus und ich starte einen letzten Versuch, mich hinzulegen (nicht, ohne vorher das Katzenfutter in Sicherheit zu bringen). Mona weiß noch vor mir, dass dies ein hoffnungsloses Unterfangen ist und verlässt ihren Platz hinter mir, um sich auf ihren angestammten Platz zu begeben.
Kurze Zeit später kreischen im Garten Spatzen Zeter und Mordio. Ich gehe davon aus, dass Emmely auf der Pirsch ist und sehe mich genötigt, nach dem Rechten zu sehen. Von Emmely ist allerdings weit und breit keine Spur. Ich gebe meine Pläne nun endgültig auf und trinke stattdessen ein Tässchen Kaffee.
Emmely kommt wieder, begibt sich mit einem eleganten Sprung auf's Sofa, putzt sich sorgfältig und hält ihren einstündigen Mittagsschlaf.
Kurz spiele ich mit dem Gedanken, sie einfach unsanft zu wecken, verwerfe aber meinen Plan. Ihre Rache könnte unangenehm werden.
Samstag, 20. Juni 2015
Vom puren Vergnügen
Eigentlich wollte ich in Ruhe meinen neuen Post schreiben, allerdings sucht im Zimmer unter mir Hartmut Engler lautstark nach Indianern, um mir danach seine Liebe zu gestehen - eine Liebe, die ich leider nicht erwidern werde. Mit der Konzentration auf das Schreiben ist es deshalb gar nicht so einfach.
Nach eingehendem Studium des Urkundenbuches der Stadt Neuenburg und der daraus resultierenden Recherche im Internet habe ich nun endlich den endgültigen Plot meines nächsten Buches gefunden. Tatsächlich bin ich auf zwei - in meinen Augen - mysteriöse Todesfälle gestoßen, die ich wunderbar als Aufhänger nutzen kann. Die ersten Kapitel sind geschrieben und ich bin sehr gespannt, wohin mich meine Figuren führen werden.
Wozu sind denn schließlich Freunde da - und schwupps ist der Gedanke weg.
Neuenburg am Rhein um das Jahr 1344 war ein blühendes Gemeinwesen innerhalb einer wunderschönen Stadt. Außer ein paar ausgegrabenen Mauerresten und Fundstücken ist davon nichts übrig geblieben. Das macht mich wütend, traurig und betroffen. Dabei denke ich nicht an das verheerende Hochwasser, dass einen Teil der Stadt in den Fluten des Rheins versinken ließ. Wer so nahe an ein Gewässer baut muss damit rechnen, dass das schief gehen kann. Es endet meist zwangsläufig in einer Katastrophe, sich gegen natürliche Gegebenheiten zu stellen. Allerdings ist da die Menschheit relativ beratungsresistent. Sonst wäre man z.B. nie auf die Idee gekommen, Kernkraftwerke ausgerechnet in Erdbebengebiete zu bauen - oder überhaupt Kernkraftwerke zu bauen.
Wenn ich heute in den Nachrichten Bilder sehe von zerbombten Städten, mutwillig zerstörten Kulturschätzen und vom großen Leid vieler Unschuldiger bleibt mir nur das Fazit, dass Menschen schon immer den Drang hatten, aus Gier nach Macht und Reichtum eine Schneise der Verwüstung zu schlagen. Und komme mir keine mit religiösen Motiven. Weiterentwickelt oder gar aus der Geschichte gelernt haben wir nicht. Die Wahl der Waffen ist eine andere und die Orte haben sich verlagert. Aber sonst? Alles wie gehabt. Krieg und Zerstörung bis kein Stein mehr auf dem anderen steht.
Lena - wer, bitteschön, kann da einen vernünftigen Gedanken fassen?
Was mir bleibt, ist die Erinnerung an längst vergangene Zeiten zu bewahren. Meinen Lesern nahe zu bringen, wie es gewesen sein könnte. Abgesehen vom Wer, und vor allem Warum jemand das Zeitliche segnen musste.
Hör gut zu du bist mein Glück - vielleicht heißt eines der Opfer Hartmut, ein zwielichter Barde zur falschen Zeit am falschen Ort. Ebenso wie die geheimnisvollen Helene.
Nach eingehendem Studium des Urkundenbuches der Stadt Neuenburg und der daraus resultierenden Recherche im Internet habe ich nun endlich den endgültigen Plot meines nächsten Buches gefunden. Tatsächlich bin ich auf zwei - in meinen Augen - mysteriöse Todesfälle gestoßen, die ich wunderbar als Aufhänger nutzen kann. Die ersten Kapitel sind geschrieben und ich bin sehr gespannt, wohin mich meine Figuren führen werden.
Wozu sind denn schließlich Freunde da - und schwupps ist der Gedanke weg.
Neuenburg am Rhein um das Jahr 1344 war ein blühendes Gemeinwesen innerhalb einer wunderschönen Stadt. Außer ein paar ausgegrabenen Mauerresten und Fundstücken ist davon nichts übrig geblieben. Das macht mich wütend, traurig und betroffen. Dabei denke ich nicht an das verheerende Hochwasser, dass einen Teil der Stadt in den Fluten des Rheins versinken ließ. Wer so nahe an ein Gewässer baut muss damit rechnen, dass das schief gehen kann. Es endet meist zwangsläufig in einer Katastrophe, sich gegen natürliche Gegebenheiten zu stellen. Allerdings ist da die Menschheit relativ beratungsresistent. Sonst wäre man z.B. nie auf die Idee gekommen, Kernkraftwerke ausgerechnet in Erdbebengebiete zu bauen - oder überhaupt Kernkraftwerke zu bauen.
Wenn ich heute in den Nachrichten Bilder sehe von zerbombten Städten, mutwillig zerstörten Kulturschätzen und vom großen Leid vieler Unschuldiger bleibt mir nur das Fazit, dass Menschen schon immer den Drang hatten, aus Gier nach Macht und Reichtum eine Schneise der Verwüstung zu schlagen. Und komme mir keine mit religiösen Motiven. Weiterentwickelt oder gar aus der Geschichte gelernt haben wir nicht. Die Wahl der Waffen ist eine andere und die Orte haben sich verlagert. Aber sonst? Alles wie gehabt. Krieg und Zerstörung bis kein Stein mehr auf dem anderen steht.
Lena - wer, bitteschön, kann da einen vernünftigen Gedanken fassen?
Was mir bleibt, ist die Erinnerung an längst vergangene Zeiten zu bewahren. Meinen Lesern nahe zu bringen, wie es gewesen sein könnte. Abgesehen vom Wer, und vor allem Warum jemand das Zeitliche segnen musste.
Hör gut zu du bist mein Glück - vielleicht heißt eines der Opfer Hartmut, ein zwielichter Barde zur falschen Zeit am falschen Ort. Ebenso wie die geheimnisvollen Helene.
Donnerstag, 11. Juni 2015
Open Air
Gestern wurde die Open Air Zeit in Neuenburg eröffnet. Das Angebot, Irish Folk Music auf dem Platz vor dem Bonifacius-Amerbach-Haus zu hören, habe ich mir nicht entgehen lassen. Das Bonifacius Amerbach Haus war mal das Schulhaus in einer Zeit, als alle Kinder der Stadt in einem Schulhaus untergebracht werden konnten. Jetzt beheimatet es unter anderem die Stadtbücherei und heißt Bonifacius Amerbach. Oder BoniAm (also das ist jetzt mein persönlicher Wortwitz). Ihn nicht zu kennen ist nicht unbedingt eine Bildungslücke.
Was ich im Sommer in meiner Stadt wirklich genieße (neben der Eisdiele, von der ich nach dem Sommer die goldene Kundenkarte erhalte) ist, dass ich die Möglichkeit habe, in geselliger Runde nette Leute zu treffen und mich dabei unterhalten zu lassen. Und ich kann sicher sein, immer jemanden zu treffen, den ich kenne. Silke und Wolfgang zum Beispiel. Oder Silvia. Die treffe ich immer.
Ich hatte mich mit Gaby verabredet. Leider konnte Hubert nicht mit, der hatte sich an der Wade verletzt. Die beiden sind ein gutes Beispiel dafür, dass man es mit dem Sport im Alter nicht übertreiben sollte. Gaby hat nämlich eine lädierte Schulter.
Bevor ich aus dem Haus gehe achte ich natürlich immer darauf, dass mein Aussehen Gnade vor den Augen meiner Töchter (gestern nur vor Theresas, Mäc war unterwegs) findet. Also schnell noch geduscht und Haare gefönt. Damit die Haare auch ganz besonders gut liegen entschloss ich mich, diese nicht einfach wuschelmäßig zu föhnen, sondern sie mittels Rundbürste in Form zu bringen. Ein fataler Entschluss. Ich drehte mir besage Rundbürste mit so viel Schwung in den Hinterkopf ein, dass ich sie nicht mehr heraus bekam.
Was tun sprach Zeus. Mit einer Rundbürste am Kopf in den noch nassen Haaren konnte ich mich ja unmöglich blicken lassen. Unter Geziepe und Gezerre versuchte ich, Strähnchen für Strähnchen mein Haar zu befreien. Die Idee, zu Theresa zu gehen und sie um Hilfe zu bitten, habe ich schnell verworfen. Sie hätte sich wahrscheinlich weggeworfen vor Lachen.
Es half leider alles nichts - ein nicht unerheblicher Rest musste ich mit einer kleinen Nagelschere rausschneiden. Ich ging dann zu Theresa und wollte sie fragen, ob sie auch mitgehen möchte zum Irish Folk Abend. Sie und Jana saßen auf dem Bett in Mäcs Zimmer. Natürlich war ich gottfroh, nicht mit einer Bürste im Haar bei den beiden erschienen zu sein. Super.Theresas Mama ist zu blöd zum Haare föhnen.
Ich habe ihnen die Story trotzdem erzählt und Jana meinte, dass dieses Malheur auch ganz leicht passieren könne. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Worte aus dem Munde einer Blondine wirklich trösten. Aber gefreut hat es mich trotzdem.
Irish Folk also. Wobei ich bis zu diesem Abend nicht wusste, dass Elvis, die Rolling Stones, Bob Dylan oder Johnny Cash aus Irland waren. Man lernt halt nie aus.
Der Abend war sehr schön und natürlich waren Silke und Wolfgang auch da - neben vielen, die man eben so trifft. Ulrike und Silke hatten sich nach drei Stunden spontan dazu entschlossen, doch lieber keine Wurst zu essen und gegen Ende hörte man dann doch noch irische Klänge. Getanzt wurde auch, wobei zwei ältere Frauen auffielen, die entrückt vom Hier und Jetzt wild ihre Arme in die Luft warfen als seien sie in einem indischen Ashram. Irgendwie cool. Das würde ich mich nie trauen.
Ich hoffe das Wetter spielt mit und wir treffen uns alle wieder zum Johannsifest.
Was ich im Sommer in meiner Stadt wirklich genieße (neben der Eisdiele, von der ich nach dem Sommer die goldene Kundenkarte erhalte) ist, dass ich die Möglichkeit habe, in geselliger Runde nette Leute zu treffen und mich dabei unterhalten zu lassen. Und ich kann sicher sein, immer jemanden zu treffen, den ich kenne. Silke und Wolfgang zum Beispiel. Oder Silvia. Die treffe ich immer.
Ich hatte mich mit Gaby verabredet. Leider konnte Hubert nicht mit, der hatte sich an der Wade verletzt. Die beiden sind ein gutes Beispiel dafür, dass man es mit dem Sport im Alter nicht übertreiben sollte. Gaby hat nämlich eine lädierte Schulter.
Bevor ich aus dem Haus gehe achte ich natürlich immer darauf, dass mein Aussehen Gnade vor den Augen meiner Töchter (gestern nur vor Theresas, Mäc war unterwegs) findet. Also schnell noch geduscht und Haare gefönt. Damit die Haare auch ganz besonders gut liegen entschloss ich mich, diese nicht einfach wuschelmäßig zu föhnen, sondern sie mittels Rundbürste in Form zu bringen. Ein fataler Entschluss. Ich drehte mir besage Rundbürste mit so viel Schwung in den Hinterkopf ein, dass ich sie nicht mehr heraus bekam.
Was tun sprach Zeus. Mit einer Rundbürste am Kopf in den noch nassen Haaren konnte ich mich ja unmöglich blicken lassen. Unter Geziepe und Gezerre versuchte ich, Strähnchen für Strähnchen mein Haar zu befreien. Die Idee, zu Theresa zu gehen und sie um Hilfe zu bitten, habe ich schnell verworfen. Sie hätte sich wahrscheinlich weggeworfen vor Lachen.
Es half leider alles nichts - ein nicht unerheblicher Rest musste ich mit einer kleinen Nagelschere rausschneiden. Ich ging dann zu Theresa und wollte sie fragen, ob sie auch mitgehen möchte zum Irish Folk Abend. Sie und Jana saßen auf dem Bett in Mäcs Zimmer. Natürlich war ich gottfroh, nicht mit einer Bürste im Haar bei den beiden erschienen zu sein. Super.Theresas Mama ist zu blöd zum Haare föhnen.
Ich habe ihnen die Story trotzdem erzählt und Jana meinte, dass dieses Malheur auch ganz leicht passieren könne. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Worte aus dem Munde einer Blondine wirklich trösten. Aber gefreut hat es mich trotzdem.
Irish Folk also. Wobei ich bis zu diesem Abend nicht wusste, dass Elvis, die Rolling Stones, Bob Dylan oder Johnny Cash aus Irland waren. Man lernt halt nie aus.
Der Abend war sehr schön und natürlich waren Silke und Wolfgang auch da - neben vielen, die man eben so trifft. Ulrike und Silke hatten sich nach drei Stunden spontan dazu entschlossen, doch lieber keine Wurst zu essen und gegen Ende hörte man dann doch noch irische Klänge. Getanzt wurde auch, wobei zwei ältere Frauen auffielen, die entrückt vom Hier und Jetzt wild ihre Arme in die Luft warfen als seien sie in einem indischen Ashram. Irgendwie cool. Das würde ich mich nie trauen.
Ich hoffe das Wetter spielt mit und wir treffen uns alle wieder zum Johannsifest.
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